Gerettete Tiere

Unser Hauptanliegen ist es, das Leid der Tiere an der Wurzel zu bekämpfen. Daher liegt unser Fokus auf politischer, rechtlicher und öffentlicher Arbeit sowie auf Kastrationen. Bei unserer Arbeit begegnen wir aber auch immer wieder Tieren in Not, die unmittelbare Hilfe benötigen. Darunter Tiere, die von ihren Besitzern misshandelt, verletzt und vernachlässigt werden, "Nutz"Tiere die Opfer des Systems geworden sind und Tiere die einsam, hungernd und krank Tag für Tag auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. Soweit es uns möglich ist, geben wir diesen Tieren ihr Leben zurück, nehmen sie in unsere Obhut und versorgen sie und vermitteln sie auf Pflege- und Endstellen. Leider lassen sich nicht alle Tiere vermitteln. Dazu mehr unter "Patentiere". An dieser Stelle möchten wir ihnen einige unserer geretteten Schützlinge vorstellen.


Pinsel

 

Pinsel wurde lange Zeit sehr vernachlässigt und hat Mutterseelenallein, ohne Mensch und Tier, in einem entlegenen Garten - ohne Heu und Stroh, nur in seinem Kot, sein dasein gefristet. Unterernährt und völlig verwahrlost wurde er aufgefunden - sein Fell voll mit Kot, seine Krallen extrem lang, was ihm beim hoppeln behindert hat. Zudem hatte er ein großes Ekzem im Flankenbereich, dass er sich immer wieder blutig gescheuert hat. Trotz seiner schlimmen Erfahrungen tritt er allem und jeden wohlgesonnt und aufgeschlossen gegenüber. Er ist lebenslustig und liebt den Kontakt zu Mensch und Tier, selbst vor Katzen scheut der neugierige Kerl nicht zurück.

 

Pinsel hat ein schönes liebevolles Zuhause gefunden, in dem er zusammen mit einer Artgenossin, und drei Katzen, unzertrennlich lebt. 

 



17 Hühner und ein Hahn

 

Insgesamt  konnten wir 17 Hybrid-Hühner und einen -Hahn vor der Schlachtung retten und auf verschiedene Lebensplätze vermitteln.

 

Hybrid-Hühner sind auf eine extreme Legeleistung oder extrem schnellen Fleischansatz getrimmt und sind ein gezüchtetes "Erzeugnis" der gewinnorientierten Geflügelwirtschaft. 

 

Die geretteten Hühner wurden als Legehühner gehalten. Durch den extremen Einsatz sind sie bereits nach einem Jahr ziemlich ausgelaugt.

Sie legen weniger Eier und sind somit unrentabel.

Aus diesem Grund wollte sich der Halter der jungen einjährigen Tiere entledigen und diese entsorgen, um Platz für die neuen Hybrid-Hühner zu schaffen.

 

Nachdem wir ihn nun schon mehrfach aufgesucht haben, um seine Hühner vor der Schlachtung zu bewahren, hat er sich nun eine alte Hühnerrasse angeschafft. Diese legt weniger Eier und kann sehr alt werden. Für alle der geretteten Hühner haben wir Lebensplätze gefunden, auf denen sie Fürsorge erhalten und ein Leben ohne Erwartungshaltung in Freiheit geniessen dürfen. 

 

Wer bereits mit Hühnern in Kontakt gekommen ist, weiß wie zutraulich und verschmust sie sein können und entgegen der landläufigen Meinung, alles andere als dumm sind.