Projekte

Im In- und Ausland setzen wir uns dafür ein, die Rechte und das Leben aller Tiere unabhängig von der Spezies zu schützen sowie jede Form von Quälerei, Missbrauch, Ausbeutung oder Verfolgung mit rechtlichen, politischen und öffentlich wirksamen Mitteln zu bekämpfen.

 

Zur Aufgabe des Vereins zählt es insbesondere, Tiere in Süd- und Osteuropa - mit Arbeitsschwerpunkt in Rumänien - vor Misshandlung und Tötung zu bewahren. Neben der politischen, tierrechtlichen und Öffentlichkeitsarbeit bilden Kastrationsprojekte einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit. Zudem kommen wir notleidenden und von Tötung bedrohten Tieren, die Opfer des Systems geworden sind, zu Hilfe und retten sie aus nicht artgerechten Lebensumständen, versorgen, behandeln und vermitteln sie - soweit möglich - auf Pflege- und Endstellen.


ARD Brisant im Interview mit Claudiu Dumitru, über die

Situation der Hunde in Rumänien und das korrupte System. 

Zur Lage in Rumänien

 

Tagtäglich werden in Rumänien heimatlose Hunde eingefangen und grausam getötet. Nicht nur das. Seitdem das Tötungsgesetz 2013 erlassen wurde, ist das Geschäft mit der Tötung von Straßenhunden zu einer regelrechten Geldquelle geworden. Korruption und Vetternwirtschaft machen es möglich, dass sich die Beteiligten, darunter auch Staatsangestellte und Tierärzte, eine goldene Nase mit dem Leid der Straßenhunde verdienen. Seit 2013 das Tötungsgesetz erlassen wurde, sind mehrere Zehntausend Hunde brutal eingefangen und getötet worden, allein in Bukarest sind es über 30.000 Hunde gewesen.


Die städtischen Tierheime sind total überfüllt. Dort verhungern die Hunde, bekommen keine tierärztliche Versorgung und werden oft aufs Schlimmste misshandelt, bis sie auf bestialische Art getötet werden. Sie haben vielfach kein Dach über dem Kopf und liegen auf kalten und dreckigen Betonböden inmitten ihren Exkrementen. Viele dieser Hunde werden krank und sterben unter unglaublichen Qualen. Im Winter ist es besonders hart viele der Tiere erfrieren oder verdursten. Und diejenigen, die diese Hundehölle überleben, werden schliesslich auf grausame Weise "euthanasiert".

 

Die in die staatlichen Tierheime verfrachteten Hunde werden innerhalb von 14 Tagen „euthanasiert“, sofern sie in dieser Zeit niemand adoptiert, was kaum passiert. Denn die Behörden haben kein Interesse, Adoptionen zu fördern. Im Gegenteil, Adoptanten werden auf alle möglichen Arten schikaniert: Öffnungszeiten werden nicht eingehalten oder der Zugang ins Tierheim wird ihnen verwehrt, unzählige Dokumente werden verlangt, wie Mietvertrag, eine bestimmte Kreditkarte oder die Einwilligung von Nachbarn, oder auserwählte Hunde verschwinden einfach, sind nicht mehr auffindbar.

 

Dieser staatlich bewilligten Tötungspraxis fallen jedes Jahr Tausende Hunde zum Opfer. Und das nicht zum erste Mal! Rumänien hat bereits schon früher versucht, das Straßenhundeproblem durch Massentötungen zu lösen. Was ihnen bis heute nicht gelungen ist. Doch statt die einzig nachhaltige Lösung zu unterstützen, wurden alle Bemühungen um eine tiergerechte und nachhaltige Lösung in Form von "Collect, Neuter & Release"-Programmen (Hunde einsammeln, kastrieren und wieder an ihrem angestammten Platz freilassen) damit zerstört. Dabei haben wissenschaftliche Studien bewiesen, dass einzig und allein diese Programme zu einer Verringerung der Population von Straßenhunden führen. Die Ironie dabei ist, ein grosser Teil der eingefangenen Hunde war bereits mit Hilfe solcher Programme kostenlos kastriert worden, bevor sie sinnlos getötet wurden.

 

Die gute Nachricht ist. Immer mehr Menschen in Rumänien wehren sich gegen diese Tötungspraxis. Sie lehnen sich gegen das korrupte staatliche System auf, begeben sich sogar in Lebensgefahr im Kampf gegen die Hundemafia und versorgen unter grossen Entbehrungen bedürftige Straßenhunde, auch wenn ihnen kaum mehr Geld zum Leben bleibt. Sie sind es, die immer wieder seelisch verkraften müssen, verletzte, kranke und gequälte Hunde zu sehen, die sie auf den Strassen einsammeln oder aus staatlichen Tierheimen herauszuholen versuchen. Nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem die Kinder leiden darunter. Oft tragen sie lebenslange Schäden davon, denn sie müssen mit dieser Gewalt an Tieren aufwachsen!


Projekte

Hier erhalten Sie einen Einblick über unsere laufende Arbeit und die in Planung befindlichen Projekte.

Tierrechtsarbeit

Claudiu Dumitriu

 

Claudiu hat 2009 seine Stellung als Ingenieur aufgegeben, nachdem er auf das Hundeelend in seinem Land, Rumänien ... 

Offenes Tierheim

Robert Smith

 

Robert Smiths Einsatz für die Straßenhunde ist beeindruckend, seine geschaffenen Werke zur Reduzierung des Leids der ...


Kastrationsprojekte

Ein wichtiger Punkt unserer Arbeit sind Kastrations-Aktionen, um nachhaltig die Vermehrung von Straßentieren ... 

Netzwerk

Eine Zielsetzung unseres Vereins ist die politische und rechtliche Arbeit zum Schutz des Tierwohls, vor allem in Rumänien ...

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Tierrettung

Wir helfen geschundenen und gequälten Tieren, die keinerlei Chance auf ein friedliches und liebevolles Leben haben ...